Pieperschloot (Nortmoor)

Ausgewählter Flurname:

Pieperschloot
( Papen, Papenschloot )

Gemarkung:

Nortmoor

Erfassungen:

Deutsche Grundkarte

Pieperschloot (Nortmoor)


Erklärung des Flurnamens:

In die anläßlich der Flurnamensammlung verwendete Deutsche Grundkarte von 1949 ist der Name "Pieperschloot" für ein Gewässer eingedruckt, der aber handschriftlich durch "Papenschloot" ersetzt worden ist. Es kann davon ausgegangen werden, dass es sich bei der ersteren Bezeichnung um einen Druckfehler handelt.
Der "Papenschloot", der inzwischen unter neuem Namen als "Nortmoorer Sieltief" ausgebaut wurde, nahm seinen Anfang einmal in der Nähe des Pfarrhauses an der Dorfstraße. Der Name des Gewässers hängt offensichtlich mit diesem Ursprung zusammen, denn der Pastor wurde früher auch Pape genannt.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Pape

mnd. pāpe, m., „christl. Geistlicher, Priester“; nnd. Pape, m., „Pastor“. – „Hinweis auf zur Pfarre gehörigen Besitz.“



2. Schloot

mnd. slôt, m., n., „zwischen zwei Grundstücken gezogener Wassergraben; Entwässerungskanal, Abzugsgraben, Deichgraben an der Sohle des Deiches“; nnd. Sloot, „Graben zur Befriedigung [...] u. Abgrenzung von Ländereien u. auch zur Abwässerung derselben“



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S.139
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 145


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 12.10.2015

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