Rüskeweg (Nortmoor)

Ausgewählter Flurname:

Rüskeweg


Gemarkung:

Nortmoor

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Rüskeweg (Nortmoor)


Erklärung des Flurnamens:

Nach der Karte der Preußischen Landesaufnahme von 1898 ist erkennbar, dass der "Rüskeweg" im Süden des Hammrichs, etwa dort, wo er heute über den Sachschloot führt, früher einen Schwenk nach Westen vollzog, um nach einer Grundstückstiefe wieder Richtung Süden dem Deich zuzustreben. Wer diesen Abschnitt des Rüskeweges passierte, wollte häufig die Jümme erreichen, um die Fähre nach Neuburg zu benutzen. Daher erhielt dieser Teil des "Rüskeweges" auch die Bezeichnung "Fährweg".
Die geschilderten Strukturen sind heute in der Örtlichkeit nicht mehr erkennbar. Die Fähre ist längst aufgegeben und der "Fährweg" nicht mehr vorhanden. Der "Rüskeweg" hat keine Schleife mehr, sondern führt in gerader Linie zur Jümme. Dort, wo einst der Fährweg verlief, befindet sich jetzt einer der in den Hammrich verlegten Aussiedlungsgehöfte.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Rüsk

mnd. rusch, „Binse, Schilfrohr“; nnd. rüske, „Binse“



Quellen:

Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 3, S. 533; Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 3, S. 75


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 23.09.2015

Projektpartner