Rabberey (Nortmoor)

Ausgewählter Flurname:

Rabberey


Gemarkung:

Nortmoor

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Rabberey (Nortmoor)


Erklärung des Flurnamens:

Die "Rabberey" war eine Hofstelle südlich der Dorfstraße, westlich von der Uppingaburg. Sie wurde bereits 1764 im Votantenregister der Kirchengemeinde Nortmoor als halber Heerd aufgeführt (Quelle: Heinrich Erchinger, Ortsgeschichte Nortmoor, Bd. 7, Teil 2, Seite 10). Die Lage dieses kleinen Gehöftes findet sich am Fuß des Geestrückens, dem Rand der Hammrichniederung. Wie aus der Karte der Preußischen Landesaufnahme von 1898 ersichtIich ist, befanden sich in unmittelbarer Nähe des Gebäudes feuchte Senken.
Die Deutung des Flurnamens "Rabberey" erschließt sich nicht so ohne Weiteres. Nach der Gesamtsituation der Lage könnte in Betracht gezogen werden, dass in den am Haus gelegenen Tümpeln die Flachsrotte betrieben wurde. Möglicherweise steht die Bezeichnung "Rabberey" im Zusammenhang mit der Flachsbearbeitung, weil "rafeln", "rüfeln" nach Stürenburg "ausfasern", "zerfasern" bedeutet.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. rafeln

ausfasern, zerfasern, holl. ravelen; nds. reffelen, rebbelen; nordfrr. raffele; engl. ravel



Quellen:

Stürenburg, Cirk Heinrich, Ostfriesisches Wörterbuch, Nachdruck der Ausgabe Aurich 1857, Leer 1996, S. 193


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 02.11.2015

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