Salterschloot (Nortmoor)

Ausgewählter Flurname:

Salterschloot


Gemarkung:

Nortmoor

Erfassungen:

Deutsche Grundkarte

Salterschloot (Nortmoor)


Erklärung des Flurnamens:

Der "Salterschloot" verband früher den "Nebenzugschloot" (wie ihn Erchinger genannt hat), nördlich des "Krummen Weges" mit dem Sach- bzw. Adamsschloot im Süden des Hammrichs. Durch die Neuordnung des Entwässerungssystems in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts hat dieses Gewässer seine Bedeutung verloren und ist in Teilen nur noch als Graben III.Ordnung vorhanden. Der sogenannte "Nebenzugschloot" ist dabei durch das Gewässer II.Ordnung "Thesingschloot" ersetzt worden.
Der "Salterschloot" begrenzte früher den Grundbesitz des Hofes "Salterland" im Osten. Dieser Hof lag in Verlängerung des Grabens nach Norden an der Dorfstraße. Er war vormals offenbar Klosterbesitz, der nach der Reformation vom ostfriesischen Fürstenhaus an die Familie von Coeberer (damaliger Eigentümer der Uppingaburg) erbverpachtet wurde. Quelle: Friesische Blätter (Beilage des General-Anzeiger, Rhauderfehn) vom November 1980, Albert Alberts, Beitäge zur Geschichte und Volkskunde des Dorfes Nortmoor.
Die Flurbezeichnung "Salter" bzw. "Saal" bezieht sich offenbar auf feuchtes, häufig überflutetes Gelände. Das "Salterland" in der Mitte des Hammrichs dürfte damit richtig eingeordnet sein.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Saal

mnd. sol, sōl, sāl, n., „stehendes Gewässer, Teich, Tümpel“; sōle, n., „morastige Stelle, Niederung“; nnd. sål, n., „das Soll, stehendes Gewässer von einiger Größe, das sich da bildet, wo sogen. Urerde ist u. das Wasser nicht ablaufen kann, daher meistens von schmutziger Beschaffenheit“



2. Schloot

mnd. slôt, m., n., „zwischen zwei Grundstücken gezogener Wassergraben; Entwässerungskanal, Abzugsgraben, Deichgraben an der Sohle des Deiches“; nnd. Sloot, „Graben zur Befriedigung [...] u. Abgrenzung von Ländereien u. auch zur Abwässerung derselben“



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 146
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 145


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 12.10.2015

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