Siefmede (Nortmoor)

Ausgewählter Flurname:

Siefmede
( Siepmeede )

Gemarkung:

Nortmoor

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Siefmede (Nortmoor)


Erklärung des Flurnamens:

Westlich der heute vor dem Holtlander Schöpfwerk parallel verlaufenden Gewässer Heimschloot und Holtlander Ehe befindet sich die Flurlage "Siefmeede" bzw. "Siepmeede". Es handelt sich dabei um tief gelegenes, feuchtes Wiesengelände. Das Bestimmungswort "Sief" oder "Siep" weist auf die Nähe zu den o.g. Flüssen hin. Das Grundwort steht für die Nutzung der Flächen als Wiese.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Siep

mnd. sîp, sipe, m., n., „kleines Flüßchen, Bächlein”; mnd, sipe, sippe, f., „feuchtes Land, Niederung“



2. Meede

mnd. mede, f. „Mähde, Heuland“, nnd. mêde, f. „Heuland bz. das Gras was darauf wächst, bz. eine solche Wiese, die gemäht wird, sowie auch das darin stehende zur Heugewinnung bestimmt Gras u. wird dieses Wort im Singular niemals von einem Stück Grünland gebraucht, sobald das Gras bereits geschnitten u. das Heu davon geerntet ist“; - „Unter dem Plural mêden versteht man indessen bloß einen grösseren Complex Wiesenlandes, welches wegen sumpfiger Beschaffenheit u. niedriger Lage fast ausschliesslich zur Heugewinnung benutzt wird u. ist es auch örtliche Benennung (ähnlich wie hamriek u. marsk) eines grösseren nur aus Wiesen- u. Heuland bestehenden Landstrichs“



Quellen:

Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 4, S. 215
Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 3, S. 50; Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 2, S. 585


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 04.09.2015

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