Spittland (Nortmoor)

Ausgewählter Flurname:

Spittland


Gemarkung:

Nortmoor

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte,
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Spittland (Nortmoor)


Erklärung des Flurnamens:

Zwischen der Eisenbahnlinie im Norden und der Landesstraße 821 im Süden befindet sich westlich des Heimschlootes die Flurlage "Spittland". Der Standort ist ein lehmiger Sandboden mit einer Höhenlage 0,75 m ü. NN. Die Flächen werden als Grünland genutzt und sind heute dräntief entwässert. Auf der Karte der Preußischen Landesaufnahme von 1898 ist auffallend, dass die Einzelgrundstücke mit Baumreihen umgeben sind, nicht mit Wallhecken. Das Spitland war Teil der Gemeindeweide und wurde, das sagt der Flurname aus, offenbar zum Bodenabbau genutzt.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Spitt

Bezeichnung für ein „ausgestochenes od. ausgetorftes Loch“; Uphoff: „In Ostfriesland galt auf staatlichen Mooren derzeit [19. Jahrh.]: 1 Spittbank, 128 : 12 Fuß = 8 : ¾ Ruten oder 6 hann. Geviertruten = 37, 4 : 3,5 m = 130, 9 qm.“



2. Land

mnd. lant, n., nnd. Land, n., „Land“. – „Meint im allgemeinen Ackerland, nicht Grünland.“



Quellen:

Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 3, S. 278, 279, 280; Uphoff, Bernhard, Ostfriesische Masze und Gewichte, Aurich 1973, S. 36
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 134


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 25.08.2015

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