Tafelbrett (Nortmoor)

Ausgewählter Flurname:

Tafelbrett


Gemarkung:

Nortmoor

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Tafelbrett (Nortmoor)


Erklärung des Flurnamens:

Nordöstlich der Einmündung des Sachschlootes in das Sieltief befand sich ein kleines Grundstück mit der Flurbezeichnung "Tafelbrett". Es handelte sich um eine Grünlandparzelle mit Marschablagerung an der Oberfläche über über Niedermoorboden. Die Bedeutung dieses Flurnamens drängt sich nicht unbedingt auf. Man findet ihn jedoch in mehreren ostfriesischen Gemarkungen, so auch in der benachbarten Flur von Filsum. Hier bestehen nach Lage und Bodenqualität vergleichbare Bedingungen.
Das der Begriff "Tafel" für ebenes Gelände Anwendung findet, ist beispielsweise auch in der Landschaftsbezeichnung "Tafelberg" für eine plateauartige Bergform üblich. Der Flurname steht offenbar für "tischebenes Gelände, flach wie ein Brett".


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Tafel

tafel-bord, Tischbrett, hölzener Speiseteller



Quellen:

Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 3, S. 385


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 12.10.2015

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