Trumskamp (Nortmoor)

Ausgewählter Flurname:

Trumskamp
( Trumps Kamp )

Gemarkung:

Nortmoor

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Trumskamp (Nortmoor)


Erklärung des Flurnamens:

In der gleichen Lage wie die Achterfennen, jedoch weiter östlich, befand sich die Flur "Trumps Kamp" oder "Trumpskamp". Die Einzelflurstücke zwischen dem "Nebenzugschloot" und dem "Krummenweg" waren jedoch deutlich größer als die der Achterfennen. Das läßt einen Bewirtschafter vermuten, der insgesamt mit einer größeren Fläche ausgestattet ist. Ansonsten herrschen hier die gleichen Bedingungen wie bei den benachbarten Grundstücken: Niedermoorboden in tiefer Lage (+- 0 NN). Der Flurname deutet darauf hin, dass diese Flächen zum Hof "Trummschlag" gehört haben. Dieser Hof im Ostende von Nortmoor war einmal Bestandteil des umfangreichen Besitzes der adeligen Familie von Coeberer, zu der auch die Uppingaburg gehörte. Da es sich bei den Repräsentanten dieser Familie um Offiziere handelte
(Hans Casper v. Coeberer, vor 1672, Obrist, und Christoph Wilhelm v. C., vor 1718, Capitain), könnte die Bezeichnung "Trumschlag" mit militärischen Signalen mittels Trompeten oder Trommeln zusammenhängen. Denn "trumpetern" heißt "Trompete blasen" und "trummen" bedeutet "trommeln" (Doorkaat Koolman, Bd. III, S. 439).
Quelle: Heinrich Erchinger, Ortsgeschichte Nortmoor, Bd. IV, S. 7


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Kamp

mnd. kamp, m., „Landstück, insbes. eingefriedigtes Stück Landes, Weide- oder Ackerland, auch gehegtes Waldstück, [...] im allg. als Privatbesitz, [...] Feldstück von bestimmter, doch nicht festgelegter Größe“; nnd. Kamp, m., „ein mit einer Hecke oder mit einem Graben eingehegtes Stück Land, gleich viel, ob es Ackerland, oder Wiese, oder Waldbestand ist“



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 129


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 23.09.2015

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