Untere Stockfenne (Nortmoor)

Ausgewählter Flurname:

Untere Stockfenne


Gemarkung:

Nortmoor

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Untere Stockfenne (Nortmoor)


Erklärung des Flurnamens:

In der Lage am Jümmedeich befanden sich zwischen der "Kuhse" und der "Brinkumer Fenne" nahe dem Schöpfwerk eine Reihe kleinerer Parzellen, die den Flurnamen "Stockfenne" bzw. "Untere Stockfenne" trugen, wobei die "Untere Stockfenne" nach Norden an die "Stockfenne" anschloß. Diese Flächen zeichneten sich, wie die benachbarten Fennen, durch guten Kleiboden aus und verfügten durch ihre etwas erhöhte Lage über eine gute Entwässerung.
Auffällig ist, dass die "Stockfennen", abweichend von den übrigen Grundstücken in dieser Lage, exakt parallel verlaufende Grenzen hatten und klare Rechtecke bildeten. Das führt zu der Annahme, dass diese Parzellen später als die übrigen eingemessen wurden. Da gerade verlaufende Strecken vorzugsweise mit dem Stock vermessen wurden, könnte dieses Messverfahren hier angewendet worden sein und damit zu diesen Flurnamen geführt haben.
Dazu vermerkt Bernhard Uphoff in Ostfriesische Maße und Gewichte, Aurich 1973, Seite 16: "Auch der Speer oder Sensenbaum war mitunter Meßstaken, mistacher, rathstaken oder mathstock".


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Fenne

„Altfries. fene, fenne, fonne, finne, fen, fon, fin, fen […] m. f. „Weide““; „mittelniederd. venne f. „moorige, marschige Weide““



Quellen:

Remmers, Arend, Mittelalterliche Flurnamen in Ostfriesland, Online- Veröffentlichung, Aurich 2011, S. 22


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 12.10.2015

Projektpartner