Vohsespäte (Nortmoor)

Ausgewählter Flurname:

Vohsespäte


Gemarkung:

Nortmoor

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca. 1830),
Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Vohsespäte (Nortmoor)


Erklärung des Flurnamens:

Das Flurstück "Vohsespäte" befindet sich südlich der Bahnlinie zwischen Neuer Weg und dem Rüschwehrschloot. Hier sinkt das Gelände auf ein Niveau um +- 0 NN ab. Der anstehende Niedermoorboden litt vor den Entwässerungsmaßnahmen des vorigen Jahrhunderts permanent unter Nässe und war nur eingeschränkt nutzbar.
Der Flurname setzt sich offensichtlich aus dem Bestimmungswort Vohs - Voss = Fuchs und dem Grundwort Spät = Spatenstich zusammen. Da in der Nachbarschaft, dem "Oll Moor", Torf gegraben wurde, wie die Karte der Preußischen Landesaufnahme von 1898 ausweist, ist auch hier ein Abbau des Niedermoores für die Torfgewinnung nicht ausgeschlossen, denn die Nortmoorer Heerde verfügten über kein eigenes Hochmoor. Durch die entstandenen Abbaugruben mit dem Bewuchs durch Seggen, Binsen und Sträuchern wird das Gelände sehr unübersichtlich geworden sein. Ein solches Revier wird gern vom Fuchs angenommen.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Vohs

mnd. vos, „Fuchs“



2. Spät

mnd. spêt, „= spit“, „Spatenstich“, „Torfstich auf dem Moore (jetzt Moorspäte)“



Quellen:

Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 5, S. 513
Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 4, S. 320


Autor(in):

Immega, Heye A.


Letzte Änderung am: 28.10.2017

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