Neustädter Straße (Oldersum)

Ausgewählter Flurname:

Neustädter Straße


Gemarkung:

Oldersum

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte,
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Neustädter Straße (Oldersum)


Erklärung des Flurnamens:

Die alten Siedlungen Oldersums sind im Wesentlichen westlich des Großen Tiefs angelegt worden, um 1600 gab es aber auch schon östlich die verwinkelte ´Brückstraße´ (heute Sielstraße). Zu der Zeit mündete das ´Rorichuner Tief´ an der Stelle in das Große Tief, etwas südlich von der Stelle, an der heute die Hafenstraße beginnt. Von der Hafenstraße gabelt sich nördlich die Straße ab, die heute ´Zum Rorichumer Tief´ heißt, ursprünglich aber als ´Neustadt´ bezeichnet wurde. Schon zu der Zeit, als die Einmündung des Rorichumer Tiefs noch nicht an ihre heutige Stelle etwa 100 Meter nach Süden verlegt worden war (das geschah wahrscheinlich mit dem Bau des Schöpfwerkes um 1935), gab es östlich der Neustädter Straße eine kleine Ziegelei namens Ziegelfenne, in der Dachziegel gefertigt wurden (Stilllegung 1881), und es gab wenige kleine Häuser daneben.
Im Volksmund wird dieser Bereich Hafenstraße und Neustädter Straße bis heute als ´Kleibörg´ bezeichnet, was in amtlichen Karten aber nicht auftaugt.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Neustadt

Kein politischer Status, sondern soviel wie Stätte, Wohnstatt ´an einer neuen Stelle´



Quellen:

Kannegieter, Herbert: Oldersumer Chronik, Emden 1987, 3. Auflg. 2007
Eigene Bürgerbefragungen und eigene Beobachtungen


Autor(in):

Adolf Sanders


Letzte Änderung am: 20.04.2015

Projektpartner