Am Moortuunweg (Osteel)

Ausgewählter Flurname:

Am Moortuunweg


Gemarkung:

Osteel

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Am Moortuunweg (Osteel)


Erklärung des Flurnamens:

Ländereien nördlich vom Moortunweg. Die Kultivierung dieser Ländereien erfolgte vom Moortunweg aus in Richtung Norden, während die südlich davon liegenden Grundstücke in West-/Ostrichtung, im sog. Aufstreckenverfahren erschlossen wurden. Der Moortunweg zweigt von der Brookmerlander Straße (B 72) in Osteel ab, verläuft entlang der südlich daran gelegenen Flurstücke Moorthun/Moortuun und endet im nordöstlichen Bereich von Leezdorf am Moortun, einem gleichfalls abgetorften Hochmoorgebiet.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Moor

Moor, Morast, Sumpf, Torfmoor; Hochmoor, hôg-môr: Im Gegensatz zum leg-môr durch Verwesung abgestorbener Moosschichten entstanden. Es erhält seine Feuchtigkeit allein durch Niederschläge und kann eine Höhe von mehreren Metern erreichen.



2. Tuun

nnd. tûn, afries. tûn, Garten, eingefriedigter Platz; Hecke, Zaun.



Quellen:

Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 2, S. 615 und Bd. 3, S. 446. Brockhaus - die Enzyklopädie in vierundzwanzig Bänden, 20. Auflage, 1796 - 1996.


Autor(in):

Harm Bents


Letzte Änderung am: 02.04.2011

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