Blau Kolken (Osteel)

Ausgewählter Flurname:

Blau Kolken


Gemarkung:

Osteel

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Blau Kolken (Osteel)


Erklärung des Flurnamens:

Vertiefung im Bereich eines niedrig (z. T. unter NN) liegenden unebenen Geländes zwischen dem Reithammer Weg und dem Sandschloot in der Nähe der Alten Welt. Die Bezeichnung deutet auf bläulichen, dunklen, Kleiboden hin.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Kolk / Kolke / Kolken

mnd. kolk, kulk, "Vertiefung, Grube"; "teichähnliches Erdloch, das beim Durchbruch eines Deiches durch das einströmende und die Erde herauswühlende Seewasser entsteht". Auch als Viehtränken angelegte Wasserlöcher und mit Wasser gefüllte Sandgruben werden im norddeutschen Raum so genannt. Diese Gruben, Teiche oder Gewässer wurden früher mit dem Spaten ausgegraben, jetzt werden dafür Greif- oder Saugbagger eingesetzt.



Quellen:

Bents, Harm; Chronik der Gemeinde Upgant-Schott mit Siegelsum, Norden 2009, S. 597.
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 131; Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 2, S. 321.


Autor(in):

Harm Bents


Letzte Änderung am: 04.04.2011

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