Fennen Hostjüche (Osteel)

Ausgewählter Flurname:

Fennen Hostjüche


Gemarkung:

Osteel

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Fennen Hostjüche (Osteel)


Erklärung des Flurnamens:

Nördlich vom Reithammer Weg fast / nahe an der Gemarkungsgrenze zu Tjüche gelegene Fennen-Ländereien. Hostjüche ist offenbar eine Wortverbindung von hâst und Tjüche.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Fenne / Fennen

Aufteilung der Dorfflur für verschiedene Nutzungen: Weidefennen für Kühe, Ochsen, Jungvieh, nach dem Umbruch auch Ackerfennen. Fennen werden auch als dorfnah liegende Ländereien, denen die Meeden folgen, beschrieben, ferner als niedriges Wiesenland mit moorigem Untergrund, hauptsächlich zum Beweiden genutzt.



2. Hâst

Nd. hast; bald, nächstens, beinahe, fast.



3. Tjüche

Nördlich an Osteel angrenzende Gemarkung.



Quellen:

Bents, Harm; Flurnamen in Upgant-Schott und Siegelsum, in: Chronik der Gemeinde Upgant-Schott mit Siegelsum, Norden 2009, S. 697.
Doornkaat Koolman, Jan ten; Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879-1884, Bd. 2 S. 48.


Autor(in):

Harm Bents


Letzte Änderung am: 04.04.2011

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