Gatjewegschloot (Osteel)

Ausgewählter Flurname:

Gatjewegschloot


Gemarkung:

Osteel

Erfassungen:

Deutsche Grundkarte

Gatjewegschloot (Osteel)


Erklärung des Flurnamens:

Vom ehemaligen Hochmoorgebiet Leezdorf kommender, neben dem Gatjeweg verlaufender und in Osteel in das Tjücher-Osteeler Tief / die Abelitz mündender Entwässerungsgraben. Die Deutung des Namens ist unklar. Auf einer Zeichnung des Vogts Neddermann von 1872 wird die Verbindung zum Hochmoor Gaatie Weg genannt. Der Name könnte von Gatje abgeleitet sein. Evtl. kann ein Zusammenhang mit einem Osteeler Leutnant der ehemaligen Nordbrokmer Kompanie namens Meint Gathen oder mit einem Gate Ubben, der Moorländereien besaß, bestehen.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Gatje

Verkleinerungsform von Gatt. Nd., nld. gat; Loch, Öffnung, Öhr. mnd. gate; Gasse, Durchgang, Weg, Straße.



2. Schloot

mnd. slôt, "zwischen zwei Grundstücken gezogener Wassergraben; Entwässerungskanal, Abzugsgraben"; nnd. Sloot, "Graben zur Befriedigung u. Abgrenzung von Ländereien u. auch zur Abwässerung derselben".



Quellen:

StA. Aurich, Rep. 244 A 2983. Cremer, Ufke; Beschreibung des Amtes Aurich, abgefasst von Amtmann C. H. Stürenburg, Aurich 1933, S. 20. Raveling, Jakob; Osteel und Leezdorf - einst und jetzt, Norden 1987, S. 29. Doornkaat Koolman, Jan ten; Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879-1884, Bd.1 S. 595, 596; Bd. 3 S. 209.
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 145.


Autor(in):

Harm Bents


Letzte Änderung am: 06.04.2011

Projektpartner