Hodenmaker (Osteel)

Ausgewählter Flurname:

Hodenmaker


Gemarkung:

Osteel

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Hodenmaker (Osteel)


Erklärung des Flurnamens:

Bezeichnung für eine Landstelle an der Schoonorther Landesstraße/am Osteeler Altendeich, Die Bedeutung ist unklar; sie könnte evtl. auf einen Besitzer hindeuten, der Hutmacher war oder den Namen Hode(n)maker führte.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Hod / Hoden

Nd. hod, ahd. hôt, mhd. huot; Hut, Mütze, Kopfbedeckung, Helm, Deckel, Überdeckung eines Zeltes. Bei den alten Friesen: Ein auf eine Stange gesteckter Hut als Wahrzeichen und als Feldzeichen. Der Hut- oder Bannerträger wurde Hôdere genannt. Als Hôd wurde auch ein Steinkohlen-Maß (rd. 300 Pfund) bezeichnet.



2. Maker

Macher, Erzeuger, Anstifter, Urheber.



Quellen:

Doornkaat Koolman, Jan ten; Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879-1884, Bd. 2 S. 89/90, 564. Quellen und Forschungen, Heft 5 1987, S. 115.


Autor(in):

Harm Bents


Letzte Änderung am: 27.04.2011

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