Hohebeer (Osteel)

Ausgewählter Flurname:

Hohebeer


Gemarkung:

Osteel

Erfassungen:

Deutsche Grundkarte

Hohebeer (Osteel)


Erklärung des Flurnamens:

Landstück östlich vom Altendeich bzw. der Schoonorter Landesstraße, das im Verhältnis zu den umliegenden Ländereien höher liegt (bis 2 m über NN). In diesem Bereich kommen beim Pflügen Mauersteine zum Vorschein. Hier könnte es sich somit um die ehemalige Dorfwarf des im 14. Jahrhundert durch die Dionysiusflut untergegangenen Kirchdorfes Westeel handeln. Das Hofgebäude Hohebeer stand, wie aus einer Karte von A. Fuchs aus dem Jahr 1743 zu entnehmen ist, direkt am Altendeich, der hier die Grenze zu Neuwesteel bildet.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Beer

„Bêr“ hat sich offenbar aus dem nd. Grundwort „bûr“ (Ortschaft, Ansiedlung, Wohnsitz, Gehöft) entwickelt. Die Bezeichnung bezieht sich ferner auf Anhöhen in der Marsch, wird aber auch für eine Art Vorwerk größerer Höfe verwendet. Namen mit dem nicht zusammengesetzten Wort „Beer“ beziehen sich meistens auf Einzelhöfe.



Quellen:

Lohse, Gerhard; Geschichte der Ortsnamen im östlichen Friesland, Oldenburg 1939, S. 55. Remmers, Arend; Von Aaltukerei bis Zwischenmooren, Leer 2004, S. 253/254. Stürenburg, Cirk Heinrich; Ostfriesisches Wörterbuch, Aurich 1862, S. 12. Ramm, Heinz; Die ersten Landgewinnungsarbeiten an der Leybucht, in Ostfreesland-Kalender 1988, S. 224, Karte S. 228/229.


Autor(in):

Harm Bents


Letzte Änderung am: 06.04.2011

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