Im Dorfe (Osteel)

Ausgewählter Flurname:

Im Dorfe


Gemarkung:

Osteel

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Im Dorfe (Osteel)


Erklärung des Flurnamens:

Dorfgebiet der Gemarkung Osteel. Das ursprüngliche Siedlungsgebiet Osteels erstreckt sich als ca. 2 km lange, künstlich erhöhte Reihensiedlung auf dem von Marienhafe/Tjüche nach NNW verlaufenden Geest- bzw. Hochmoorrandrücken. Es liegt rund 3 m über NN und hat die höchste Stelle auf dem Kirchhof bei 5,8 m. Die Upstreken nach Osten hin liegen mit 1 bis 2 m über NN deutlich niedriger als die Siedlungskette.
Der ersten Siedlungskette waren die Besitzungen der Warfsleute vorgelagert. Das Gelände dorthin fällt teilweise steil ab. Die Geest, 0 bis 2 m über NN, reicht aber noch relativ weit, ehe sie in die Marsch übergeht. Die unbesiedelte Flur wird im Norden und Westen durch den Osteeler Altendeich begrenzt. Dieser wurde nach 1400 vom Dorf her etwa 2,5 km weit nach WSW getrieben, von da in südlicher Richtung bis zum (Wirdumer) Bunderdeich und schützte Osteel gegen die offene Leybucht. Erst hier finden sich wieder Einzelhöfe und „kleine“ Häuser.
Die erste Erwähnung fand Osteel 1387 als „Astedele“ in der lateinisch abgefassten Urkunde über die Schenkung der Westeeler Kirche an die Kirche in Marienhafe. Andere Schreibweisen waren Asteedeele, Astedeele, Ostedele, Ostedeele, Ostel, Ostell, Ostdhel, Ostdehle und Ostehl.
Die Namen Osteel und Westeel werden meistens als Ost- und West-„teil“ gedeutet. Als Bezugsort wird „Bergum“ (Bargebur) angegeben, nördlich von beiden Orten gelegen, durch die Diözesengrenze zwischen Münster und Bremen getrennt.


Quellen:

Seidel, Peter; Historische Ortsdatenbank Ostfriesland - Osteel (s. Link)


Links:

http://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/php/ortschronisten/Ortsartikel/HOO_Osteel_Seidel_N_SB_A.pdf

Autor(in):

Harm Bents


Letzte Änderung am: 07.04.2011

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