Leegewend (Osteel)

Ausgewählter Flurname:

Leegewend


Gemarkung:

Osteel

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Leegewend (Osteel)


Erklärung des Flurnamens:

Im Osten der Gemarkung gelegenes Aufstrecken-Grundstück, das östlich an Leezdorf und südlich an Tjüche grenzt. Die nicht ganz eindeutige Bezeichnung könnte aus leeg und Gewend/Gewann zusammengesetzt sein.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Leeg

mnd. lêch, nnd. leeg, "niedrig, niedrig gelegen"; "niedrig, gering, schlecht"; "mager, trocken, hinfällig, schlecht, nichts taugend".



2. Gewend / Gewann

"Stelle der Pflugwende od. wo der Pflug wendet, Acker seiner Länge nach bis zur Pflugwende, Ackerlänge od. Längenmaß eines Ackers bis zur Pflugwende". Oder: Aufteilung des Dorfackers, der Gaste. Die Form und die Größe sind verschieden.



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 134; Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 2, S. 459 sowie Bd. 1, S. 624.
Bents, Harm; Flurnamen in Upgant-Schott und Siegelsum, in: Chronik der Gemeinde Upgant-Schott mit Siegelsum, Norden 2009, S. 697.


Autor(in):

Harm Bents


Letzte Änderung am: 08.04.2011

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