Münkenland (Osteel)

Ausgewählter Flurname:

Münkenland


Gemarkung:

Osteel

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca. 1830),
Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Münkenland (Osteel)


Erklärung des Flurnamens:

Ländereien östlich der Schoonorther Landesstraße, südlich vom Ortsteil Osteeler Altendeich. Nach einer Karte von A. Fuchs aus dem Jahr 1743 gehörte dieses "Müncke-Land" seinerzeit zum hochfürstlichen Grashaus Herrenbeer. Das Gelände liegt etwa auf NN, könnte somit beim Bau des angrenzenden Deiches ausgegraben worden sein. (Ein Bezug zu Mönchen oder Klöstern ist hier wohl nicht angebracht, kann aber auch nicht ausgeschlossen werden.)

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Münk, Mönk

Afr. munek, munik, ndl. monnik; a) Mönch, der Einsame; b) "Ein einsam und isoliert stehender kleiner Erdhügel, der beim Graben stehen bleibt, um danach die verschiedenen Tiefen der ausgegrabenen Schichten zu messen."



Quellen:

Doornkaat Koolman, Jan ten; Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879-1884, Bd. 2 S. 629. Stürenburg, Cirk Heinrich; Ostfriesisches Wörterbuch, Aurich 1862, S. 153.


Autor(in):

Harm Bents


Letzte Änderung am: 08.04.2011

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