Meevenburg (Osteel)

Ausgewählter Flurname:

Meevenburg


Gemarkung:

Osteel

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Meevenburg (Osteel)


Erklärung des Flurnamens:

Hofgebäude mit Ländereien östlich der Schoonorther Landesstraße. Das Anwesen wurde früher Westeeler Grashaus bzw. in einem Deichregister von 1779 Westehler Herd genannt, vermutlich weil es in unmittelbarer Nähe des 1373 - 1377 untergegangenen Dorfes Westel (Westedele) liegt. 1787 heißt der Hof Meewenburg. Diese Bezeichnung ist unklar. Der Name könnte von Meedenburg verfälscht sein, da der Hof am Rande der Osteeler Meeden-Ländereien steht. Aber auch eine Ableitung von Meeve ist denkbar.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Meeve / Meewe ?

Nd. mêwe, nld. meeuw, ahd. mêh; Möwe.



2. Burg / Borg

Ursprüngl. Bedeutung: "befestigte Höhe"; "Auch als Bezeichnung für einen (frei gelegenen) Bauernhof gebräuchlich."



Quellen:

Ohling, G. D. ; Die Entwicklung der Osteeler Feldmark, in Heim und Herd, Nr. 272, 1932. Remmers, Arend; Von Aaltukerei bis Zwischenmooren, Leer 2004, S. 148. Doornkaat Koolman, Jan ten; Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879-1884, Bd. 2 S. 597.
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 111; Duden „Etymologie“. Herkunftswörterbuch der deutschen Sprache, Mannheim 1989, S. 59, 90.


Autor(in):

Harm Bents


Letzte Änderung am: 30.03.2011

Projektpartner