Osteeler Neuland (Osteel)

Ausgewählter Flurname:

Osteeler Neuland


Gemarkung:

Osteel

Erfassungen:

Deutsche Grundkarte

Osteeler Neuland (Osteel)


Erklärung des Flurnamens:

Das Osteeler Neuland umfasst das gesamte Gebiet nördlich der Straße/des Deiches Osteeler Altendeich und östlich des 1558 unter Gräfin Anna Cirksena mit Hilfe der ansässigen Bauern fertiggestellten Deiches, der vom Osteeler Altendeich abknickt und bis zum Wurzeldeich in Süderneuland I verläuft. Eingeschlossen sind Hohe Beer, Herrenbeer, das Schafland mit der Alten Maar, das Woldland mit dem Osteeler Schlicktief/Syhltief sowie das Orthland. Der Wasserlauf Alte Maar wurde bei Hohe Beer durchdämmt und nach Norden umgeleitet.
Damit wurde die durch Sturmfluten im 14. Jahrhundert enstandene Einbuchtung zur Leybucht hin abgeschlossen. Das durch Zuwachs entstandene Neuland konnte so gegen weitere Überflutungen gesichert werden. Bei der Volkszählung 1871 gab es in der Bauerschaft Neuland acht Häuser/Höfe mit 56 Einwohnern.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Neuland

Ländereien, die an der Gezeitenküste durch ein Sytem von Dämmen (Lahnungen, Schlengen, Buhnen) und Gräben (Grüppen) sowie durch abschließende Eindeichung geschaffen wurden, um sie zu besiedeln und landwirtschaftlich zu nutzen. "Anwachs vor dem Deich oder neu eingedeichtes Land". "Der Begriff bezeichnet jedoch meistens neugewonnenes Land an der Küste."



Quellen:

Ohling, G. D.; Die Entwicklung der Osteeler Feldmark, in Heim und Herd, Nr. 272, 1932. Ramm, Heinz; Die ersten Landgewinnungsarbeiten an der Leybucht, in Ostfreesland-Kalender 1988, S. 219 ff.
Lüders, Karl; Kleines Küstenlexikon. Bremen 1958, S. 64.
Remmers, Arend; Von Aaltukerei bis Zwischenmooren, Leer 2004, S. 270, 267.


Autor(in):

Harm Bents


Letzte Änderung am: 09.08.2011

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