Papenland (Osteel)

Ausgewählter Flurname:

Papenland


Gemarkung:

Osteel

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca. 1830),
Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Papenland (Osteel)


Erklärung des Flurnamens:

Ländereien östlich des Carolinenhofes am Woldeweg. Die Bezeichnung ist unklar. Sie könnte auf Kirchenbesitz bzw. Land für den Pfaffen (Priester) oder auf Bewuchs mit Papenpint hindeuten.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Pape

afries. papa, Pfaffe, Pfarrer; "Hinweis auf zur Pfarre gehörigen Besitz" bzw. Land, wo das Vieh der Geistlichen aufgezogen u. geweidet wurde."



2. Papenpint

Plattdeutsch für Schachtelhalm.



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 139; Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 2, S. 701.
Buurmann, Otto; Hochdeutsch-plattdeutsches Wörterbuch, Index, Nachdr. Aurich 1993, Bd.12 S. 218.


Autor(in):

Harm Bents


Letzte Änderung am: 28.03.2011

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