Reithamm (Osteel)

Ausgewählter Flurname:

Reithamm


Gemarkung:

Osteel

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca. 1830),
Sonstiges

Reithamm (Osteel)


Erklärung des Flurnamens:

Ländereien (südöstlich des Reithammer Weges) beim gleichnamigen Ortsteil, der bei der Volkszählung 1871 drei Wohnhäuser und 23 Einwohner hatte.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Reit

Afr. reid; Ried, Röhricht, Schilfrohr; "hohes Ufergras, gern zur Herstellung des Daches auf dem Bauernhaus verwendet".



2. Reithamm

Riet-Bucht; "Wahrscheinlich Ortschaft oder Landstrich, ursprünglich eine Bucht, die allmählich verschlammte und dann lange Zeit mit Reit (Riet/Ried oder Schilfrohr) bestanden war".



3. Hamm

Abgegrenztes Stück Land/Gewann, durch Gräben abgegrenztes Weideland. Auch Wiese, Weide oder Grünland, das nicht mit Wällen, sondern mit Gräben eingefriedigt ist.



Quellen:

Buurmann, Otto; Hochdeutsch-plattdeutsches Wörterbuch, Nachdr. Aurich 1993, Bd. 8 S. 794. Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 2 S. 21/22 (Hamm), Bd. 3, S. 24 (Reiderland). Remmers, Arend; Von Aaltukerei bis Zwischenmooren, Leer 2004, S. 185 und 259.


Autor(in):

Harm Bents


Letzte Änderung am: 04.04.2011

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