Reithammer Schloot (Osteel)

Ausgewählter Flurname:

Reithammer Schloot


Gemarkung:

Osteel

Erfassungen:

Deutsche Grundkarte

Reithammer Schloot (Osteel)


Erklärung des Flurnamens:

Nördlich des Utlangwehrsweges verlaufender Entwässerungsgraben vom Meevenburgschloot bis zum van-Hove-Tief.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Reit

Afr. reid; Ried, Röhricht, Schilfrohr; "hohes Ufergras, gern zur Herstellung des Daches auf dem Bauernhaus verwendet".



2. Reithamm

Riet-Bucht; "Wahrscheinlich Ortschaft oder Landstrich, ursprünglich eine Bucht, die allmählich verschlammte und dann lange Zeit mit Reit (Riet/Ried oder Schilfrohr) bestanden war".



3. Ham / Hamm

Abgegrenztes Stück Land/Gewann, durch Gräben abgegrenztes Weideland. Auch Wiese, Weide oder Grünland, das nicht mit Wällen, sondern mit Gräben eingefriedigt ist.



4. Schloot

mnd. slôt, "zwischen zwei Grundstücken gezogener Wassergraben; Entwässerungskanal, Abzugsgraben, nnd. Sloot, "Graben zur Befriedigung u. Abgrenzung von Ländereien auch zur Abwässerung derselben".



Quellen:

Buurmann, Otto; Hochdeutsch-plattdeutsches Wörterbuch, Nachdr. Aurich 1993, Bd. 8 S. 794. Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 2 S. 21/22 (Hamm), Bd. 3, S. 24 (Reiderland). Remmers, Arend; Von Aaltukerei bis Zwischenmooren, Leer 2004, S. 185 und 259.
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 145.


Autor(in):

Harm Bents


Letzte Änderung am: 04.04.2011

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