Reithammer Weg (Osteel)

Ausgewählter Flurname:

Reithammer Weg


Gemarkung:

Osteel

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca. 1830),
Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Reithammer Weg (Osteel)


Erklärung des Flurnamens:

Wegeverbindung vom Dorf Osteel zum Ortsteil Reithamm und zu den gleichnamigen Ländereien. Der "Reydthammer wegk" wurde bereits im "Osteler Bauerrecht" von 1654 erwähnt. Die Kedden waren mit der Aufsicht des Meedeweges betraut und ermächtigt, von unberechtigten Benutzern eine Entschädigung in Höhe eines halben Reichstalers zu kassieren.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Reit

Afr. reid; Ried, Röhricht, Schilfrohr; "hohes Ufergras, gern zur Herstellung des Daches auf dem Bauernhaus verwendet".



2. Reithamm

Riet-Bucht; "Wahrscheinlich Ortschaft oder Landstrich, ursprünglich eine Bucht, die allmählich verschlammte und dann lange Zeit mit Reit (Riet/Ried oder Schilfrohr) bestanden war".



3. Hamm

Hamm/Hammer: Abgegrenztes Stück Land/Gewann, durch Gräben abgegrenztes Weideland. Auch Wiese, Weide oder Grünland, das nicht mit Wällen, sondern mit Gräben eingefriedigt ist.



Quellen:

Buurmann, Otto; Hochdeutsch-plattdeutsches Wörterbuch, Nachdr. Aurich 1993, Bd. 8 S. 794. Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 2 S. 21/22 (Hamm), Bd. 3, S. 24 (Reiderland). Remmers, Arend; Von Aaltukerei bis Zwischenmooren, Leer 2004, S. 185 und 259.


Autor(in):

Harm Bents


Letzte Änderung am: 04.04.2011

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