Reithell (Osteel)

Ausgewählter Flurname:

Reithell


Gemarkung:

Osteel

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca. 1830),
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Reithell (Osteel)


Erklärung des Flurnamens:

Ländereien bzw. Vertiefung/Graben nördlich am Utlangwehrsweg, westlich vom Eidelweg. Das Gelände liegt sehr tief (etwa bei Normalnull), so dass sich dort früher natürlicher Reitbewuchs einstellte. Der Begriff Hell ist nicht eindeutig zu erklären.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Reit / Reet

Afr. reid; Ried, Röhricht, Schilfrohr; "hohes Ufergras, gern zur Herstellung des Daches auf dem Bauernhaus verwendet".



2. Hell / Helle

Abwässerungsgraben; mnd. helde, "Abhang, Halde"; Hölle, "übertr. von Flurnamen: tief eingeschnittener Grund"; nnd. Helle, Hölle, Helle“, Ortsname, der an tiefen Abgründen haftet"; "Vertiefung, Absenkung des Bodens".



Quellen:

Buurmann, Otto; Hochdeutsch-plattdeutsches Wörterbuch, Nachdr. Aurich 1993, Bd. 8 Sp. 794, sowie Bd. 1 Sp. 166 u. Bd. 12 Sp.117. Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 125.


Autor(in):

Harm Bents


Letzte Änderung am: 11.04.2011

Projektpartner