Ruge Nässe (Osteel)

Ausgewählter Flurname:

Ruge Nässe


Gemarkung:

Osteel

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Ruge Nässe (Osteel)


Erklärung des Flurnamens:

Bereich nördlich des Ortsteils Reithamm. Mit der Eindeichung dieses Gebietes durch den Osteeler Altendeich in der 1. Hälfte des 15. Jahrhunderts entstand hier ein Landvorsprung, der wie eine Nase in das Watt hineinragte. Es kann angenommen werden, dass die Bezeichnung der Ländereien auf diese geografische Gegebenheit und den ursprünglichen Zustand des Geländes zurückzuführen ist.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Ruge / rug

Rauhe, Rauhigkeit, rauhe Seite; nd. rug, ruug; mnd. ru, ruch, ruge; rauh, wild, zerwühlt, roh, wüst; unbearbeitet.



2. Nässe / Nehse / Nesse

Halbinsel, Vorsprung, Landzunge, vorragende Landecke.



Quellen:

Ramm, Heinz; Die ersten Landgewinnungsarbeiten an der Leybucht, in Ostfreesland-Kalender 1988, S. 219 ff. Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 3, S. 63, Bd. 2 S. 649.


Autor(in):

Harm Bents


Letzte Änderung am: 11.04.2011

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