Sandschloot (Osteel)

Ausgewählter Flurname:

Sandschloot


Gemarkung:

Osteel

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Sandschloot (Osteel)


Erklärung des Flurnamens:

Entwässerungsgraben (auch Meevenburgschloot genannt) nördlich von Reithamm und südlich des ehemaligen Landvorsprungs Ruge Nehse/Nässe. Vielleicht hat der etwa auf Normalnull verlaufende Graben einen sandigen Untergrund. Bereits im Osteeler Bauerrecht (1665-1690) wird ein "Sandtschloth" erwähnt.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Sand

Mnd. sant, "sandige Fläche, Gegend"; nnd. Sand, "Sand"; "Als Simplex = "sandiges Flurstück", entweder Hinweis auf Bodenbeschaffenheit oder auf Sandabbau."



2. Schloot

Mnd. slôt, "zwischen zwei Grundstücken gezogener Wassergraben; Entwässerungskanal, Abzugsgraben"; Nnd. Sloot, "Graben zur Befriedigung und Abgrenzung von Ländereien und auch zur Abwässerung derselben".



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 143, 145.
Doornkaat Koolman, Jan ten; Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879-1884, Bd. 3 S. 209.


Autor(in):

Harm Bents


Letzte Änderung am: 11.04.2011

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