Syhltief (Osteel)

Ausgewählter Flurname:

Syhltief
( Schlickdeep )

Gemarkung:

Osteel

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Syhltief (Osteel)


Erklärung des Flurnamens:

Das (Osteeler) Schlicktief wird westlich der Bundesstraße 72 auch Syhltief genannt. Es erstreckt sich vom Addinggaster Tief (Gemarkungen Süderneuland I und II) über den ehemaligen Osteeler Hafen (Bereich der Straße Im Winkel) zunächst nördlich und in der Gemarkung Leezdorf südlich des Moortunweges bis zum Leezdorfer Moortun. Dieser Wasserweg diente zur Beförderung des von der Leybucht herangebrachten und am Osteeler Hafen zwischengelagerten Schlicks, der zur Verbesserung des abgetorften Moorbodens gebraucht wurde.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Syhl / Siel

Größere od. kleinere mit Türen od. einem sonstigen Verschluss versehene Schleuse zum Durchlassen oder Abfließen des Binnenwassers bzw. Absperren des Außenwassers.



2. Tief

Tief/Deep: Hauptentwässerungsgraben, Kanal, kleiner Fluss.



Quellen:

Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 3, S. 182; Stürenburg, Cirk Heinrich, Ostfriesisches Wörterbuch, Nachdruck der Ausgabe Aurich 1857, Leer 1996, S. 246. Lüders, Karl; Kleines Küstenlexikon. Bremen 1958, S. 113/114.
Bents, Harm; in: Chronik der Gemeinde Upgant-Schott mit Siegelsum, Norden 2009, S. 698.


Autor(in):

Harm Bents


Letzte Änderung am: 11.04.2011

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