Theen (Osteel)

Ausgewählter Flurname:

Theen


Gemarkung:

Osteel

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca. 1830),
Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Theen (Osteel)


Erklärung des Flurnamens:

Im Westen der Gemarkung, östlich des historischen Osteeler Altendeichs am Osteeler Altendeichschloot, gelegene Ländereien. Nach dem Osteeler Bauerrecht, das von 1654 bis etwa zum Ende des 17. Jahrhunderts galt, war Osteel in fünf Theenen eingeteilt, die jeweils von einem Kedden beaufsichtigt wurden.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Theen

Afries. tên, Stab, Zweig; T(h)een-Land: "Durch Eindeichungoder Urbarmachung von Bruchland oder Moor gewonnenes Land, das mit Hilfe von Losstäbchen verteilt wurde." Afries. Têna, "zäumen, als Einfriedigung errichten" abgeleitet; Übergang des Namens "von der Umzäunung auf das Umhegte", urspr. Bedeutung demgemäß: "abgegrenztes Gebiet".



Quellen:

Riemer, Dieter, De T(h)e(e)n(e), in: Emder Jahrbuch, Bd. 69, 1990, S.331-345. Weßels, Paul, Historisches Wörterbuch für Ostfriesland (HWO). Remmers, Arend; Von Aaltukerei bis Zwischenmooren, Leer 2004, S. 218.


Autor(in):

Harm Bents


Letzte Änderung am: 09.04.2011

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