Wirdewegschloot (Osteel)

Ausgewählter Flurname:

Wirdewegschloot


Gemarkung:

Osteel

Erfassungen:

Deutsche Grundkarte

Wirdewegschloot (Osteel)


Erklärung des Flurnamens:

Nördlich des Wirdeweges verlaufender Entwässerungsgraben, der eine Verbindung zwischen der Abelitz und dem van-Hove-Tief herstellt. Die Wege- und Grabenbezeichnungen werden von den anliegenden Wirde-Ländereien abgeleitet. Im Osteeler Bauerrecht (1665-1690) ist vermerkt, dass die Kedden die Aufsicht über den "Wirdewegk", der ein Meedeweg sei, hatten.




Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Wirde / Wierde

mhd. werd, wert, nhd. werder, ahd. warid; "erhöhtes und gegen Überschwemmung geschütztes Land, als sandige Anhöhe in Sümpfen oder Niederungen oder als erhöhtes Ufer an Flüssen oder am Meer oder als Flussinsel".



2. Schloot

mnd. slôt, "zwischen zwei Grundstücken gezogener Wassergraben; Entwässerungskanal, Abzugsgraben"; nnd. Sloot, "Graben zur Befriedigung u. Abgrenzung von Ländereien u. auch zur Abwässerung derselben".



Quellen:

Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 3, S. 2o9 und 559. Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 145.


Autor(in):

Harm Bents


Letzte Änderung am: 05.04.2011

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