Woldeweg (Osteel)

Ausgewählter Flurname:

Woldeweg


Gemarkung:

Osteel

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830),
Deutsche Grundkarte

Woldeweg (Osteel)


Erklärung des Flurnamens:

Vom Alten Postweg in Richtung Westen abzweigender Weg (jetzt Kreisstraße 221) bis zur Schoonorther Landesstraße, der ursprünglich hauptsächlich der Erschließung der anliegenden Wolde-Ländereien diente. Der Weg ist bereits in der Ostfrieslandkarte von Coldewey im Jahr 1730 eingezeichnet.
Als Woldland werden verschiedene auch als Flurnamen vorkommende Ländereien im Bereich des Osteeler Neulandes beidseitig vom Woldeweg bezeichnet. Es wurde 1558 unter Gräfin Anna Cirksena mit Hilfe der ansässigen Bauern zur Leybucht hin eingedeicht. Die Cirksenas betrachteten sich seinerzeit als Eigentümer der Wolden, während die Bauern auf Grund von Erbpachtverträgen ein Nutzungsrecht, insbesondere für Pferdeweiden, hatten. 1562 beklagten die Osteeler Bauern sich bei Gräfin Anna, dass "de Wolde" anderweitig verpachtet worden sei.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Wolde

Engl. wold; Ebene, Niederung; Mooriges Grasland. Als Wiese oder Weide genutzte Niederungsgebiete; moorige Wiese.



Quellen:

Stürenburg, Cirk Heinrich; Ostfriesisches Wörterbuch, Aurich 1862, S. 335. Lüders, Karl; Kleines Küstenlexikon. Bremen 1958, S. 148. Ohling, G. D.; Die Entwicklung der Osteeler Feldmark, in Heim und Herd, Nr. 272, 1932.


Autor(in):

Harm Bents


Letzte Änderung am: 12.04.2011

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