Zettengorn (Osteel)

Ausgewählter Flurname:

Zettengorn
( Zettengaren )

Gemarkung:

Osteel

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Zettengorn (Osteel)


Erklärung des Flurnamens:

Ländereien am westlichen Ende des Utlangwehrsweges in der Nähe des Hilgenlandes (Kirchenland). Dies kann ein Hinweis darauf sein, dass das zum Teil sehr tief liegende Land den Inhabern einer Settstede (als abgelegenes Gartenland) zur Verfügung stand.



Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Zetten- = Setten-

Settstede, Settstê; "Patronats- oder Consistorial-Pfarrstelle, wo der Gemeinde der Prediger gesetzt wird und diese denselben nicht frei wählt".



2. Gorn / Garen /Garden

mnd. gaarde, "eingefriedigte Flur vor dem Tore; Ackerstücke im Felde, die nicht mit dem Pflug sondern mit dem Spaten bearbeitet werden"; nnd. Garden, "eig. der nicht beim Hause liegende, bald eingefriedigte, bald offene Küchen- oder Gemüsegarten".



Quellen:

Doornkaat Koolman, Jan ten; Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879-1884, Bd. 2 S. 177. Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 120; Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 1, S. 593, 590.


Autor(in):

Harm Bents


Letzte Änderung am: 12.04.2011

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