Drei Acker am Rugen Weg (Rechtsupweg)

Ausgewählter Flurname:

Drei Acker am Rugen Weg


Gemarkung:

Rechtsupweg

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Drei Acker am Rugen Weg (Rechtsupweg)


Erklärung des Flurnamens:

Flurname für drei am Ruger Weg gelegene kurze Äcker im Bereich der Abzweigung der Klimpenstraße.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Acker, Äcker

Die Äcker (Aufstrecken, Ackerhufe) entstanden durch das über viele Generationen andauernde Abgraben (Abtorfen) des Hochmoores. Sie erstreckten sich, beginnend in der Breite der Hofstellen, grundsätzlich parallel zu den Nachbargrundstücken so weit in das Moor hinein, bis sie auf ein Hindernis (z. B. Aufstrecken einer anderen Ortschaft) trafen. Die abgetorften Ländereien wurden nach und nach durch das Aufbringen von Viehdung, Plaggen und Schlick für die landwirtschaftliche Nutzung hergerichtet. Häufig blieben die weiter vom Hof entfernten Flächen aber auch zunächst ungenutzt „wild“ liegen.



2. Ruge

Rauhe, Rauhigkeit, rauhe Seite; nd. rug, ruug; mnd. ru, ruch, ruge; rauh, wild, zerwühlt, roh, wüst; unbearbeitet.



Quellen:

Bents, Harm; Die Entstehung der Aufstreckenfluren, in: Chronik der Gemeinde Upgant-Schott mit Siegelsum, Norden 2009, S. 77 ff.
Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 3, S. 64.


Autor(in):

Harm Bents


Letzte Änderung am: 18.06.2011

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