Junkersmoor (Rechtsupweg)

Ausgewählter Flurname:

Junkersmoor


Gemarkung:

Rechtsupweg

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Junkersmoor (Rechtsupweg)


Erklärung des Flurnamens:

Am östlichen Ende des Junkersweges an den Gemarkungsgrenzen zu Berumerfehn und Moorhusen gelegene ehemalige Hochmoorflächen. Die Benennung deutet auf früher zur Haneburg in Upgant-Schott gehörende Moorgebiete hin, deren Besitzer als Junker bezeichnet wurden.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Junker

Sohn eines adligen Gutsbesitzers; aber auch: "Edelmann, adliger Gutsherr"; "Hinweis auf (ehemalige) adlige Grundherrschaft".



2. Moor

Moor, Morast, Sumpf, Torfmoor; Hochmoor, hôg-môr: Im Gegensatz zum lêg-môr durch Verwesung abgestorbener Moosschichten entstanden. Es erhält seine Feuchtigkeit allein durch Niederschläge u. kann eine Höhe von mehreren Metern erreichen.



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 128; Duden „Etymologie“. Herkunftswörterbuch der deutschen Sprache, Mannheim 1989, S. 298.
Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 2, S. 615; Brockhaus - die Enzyklopädie in vierundzwanzig Bänden, 20. Auflage, 1796 – 1996.


Autor(in):

Harm Bents


Letzte Änderung am: 18.06.2011

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