Setzfeld des Armen Moors (Rechtsupweg)

Ausgewählter Flurname:

Setzfeld des Armen Moors


Gemarkung:

Rechtsupweg

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Setzfeld des Armen Moors (Rechtsupweg)


Erklärung des Flurnamens:

Ehemaliges Moorgebiet der Armenfürsorge im Kirchspiel Marienhafe und ab 1872 des Gesamt-Armen-Verbandes Marienhafe, dem auch die Gemeinden Tjüche, Upgant-Schott und Rechtsupweg angehörten. Auf dem Setzfeld an der Moorkante konnten die ausgegrabenen Torfsoden getrocknet werden, indem sie zu Hocken gegeneinander gestellt oder aufeinander gesetzt bzw. geschichtet wurden. 1800 besaß die Armenfürsorge ein Torfmoor von 12 1/2 Ruten Breite. Mit dem Torf wurden im Winter bedürftige Witwen, Alte, Kranke und Waisenkinder versorgt.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Moor

Moor, Morast, Sumpf, Torfmoor; Hochmoor, hôg-môr: Im Gegensatz zum lêg-môr durch Verwesung abgestorbener Moosschichten entstanden. Es erhält seine Feuchtigkeit allein durch Niederschläge u. kann eine Höhe von mehreren Metern erreichen.



Quellen:

Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 2, S. 615 sowie S. 98 (s. Hocken); Brockhaus - die Enzyklopädie in vierundzwanzig Bänden, 20. Auflage, 1796 – 1996.
Seidel, Peter; in: Chronik der Gemeinde Upgant-Schott mit Siegelsum, Norden 2009, S. 353 ff.


Autor(in):

Harm Bents


Letzte Änderung am: 21.06.2011

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