Vertriebener Weg (Rechtsupweg)

Ausgewählter Flurname:

Vertriebener Weg


Gemarkung:

Rechtsupweg

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Vertriebener Weg (Rechtsupweg)


Erklärung des Flurnamens:

In einer Vermessungskarte von J. C. Kettwig vom 13. November 1771, in der ein in Erbpacht genommenes Heidfeld dargestgellt ist, wird der nördlich vom Junkersweg schräg in Richtung Elfenveerweg/Hoog Weg (früher Moorweg) abzweigende Verbindungsweg (jetzt auch Hoog Weg genannt) als "Weg nat Verdreven Heidfeld und Morast" bezeichnet. Diese Bezeichnung ist unklar, denn "vertrieben" umfasst viele unterschiedliche Bedeutungen, die allerdings schwerlich mit einem Weg, Heidfeld oder Morastgebiet zusammenhängen. Vielleicht könnte der Begriff mit "Viehdrift" in Verbindung gebracht werden. Eventuell ist auch denkbar, dass sich das Hochmoor, wie im nördlichen Leezdorfer Moorgebiet, auf Grund von Entwässerungsproblemen verlagert oder verschoben hat. Das frühere Heidfeld bzw. Morastgebiet ist auch jetzt noch uneben und teilweise feucht.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Drift ?

Mnd. drift; Trift, Viehtrift, Flur, Weide; "die Trift, als Ort, wohin Vieh zur Weide getrieben wird, und als Weg, auf welchem dasselbe dahin geht"; auch Weg, Durchfahrt, Einfahrt.



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 116; Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 1, S. 333.


Autor(in):

Harm Bents


Letzte Änderung am: 27.06.2011

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