Addinggaste (Süderneuland I)

Ausgewählter Flurname:

Addinggaste
( Königliche Domäne, Addinggaster Grashaus )

Gemarkung:

Süderneuland I

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca. 1830),
Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Addinggaste (Süderneuland I)


Erklärung des Flurnamens:

Addinggaste ist die Gaste der Sippe des Addo. 1434 wird ein Tirlinck Addinga genannt, der zu den Gefolgsmännern der Norder Häuptlingsfrau Hima Itzinga gehörte. Sturmfluten von 1374 und 1375 haben das Besitztum der Addinga unbenutzbar gemacht, jedoch nicht auf Dauer. Die eintretende Überschlickung verbesserte den Boden, welcher aber erst in erneute Bewirtschaftung genommen werden konnte, nachdem Deichbau und Entwässerung 1556 geregelt waren (1).

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Adding

Adding, Sippe des Addo



2. Gaste

afries. gāst, gēst f., „Geest“; mnd. gêst, gast, f., „das hohe trockene Land im Gegensatz zu den Marschniederungen“. – „Oft in Namen für den Altacker eines Dorfes."



Quellen:

(1) Ramm, Heinz, Addinga-Burg bei Norden vermutlich gefunden, in: Ostfreesland, Kalender für Jedermann, Jg. 1991, S. 156-158, hier S. 156 f.
Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 2, S. 83; Remmers, Arend, Mittelalterliche Flurnamen in Ostfriesland, Online-Veröffentlichung, Aurich 2011, S. 26; Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 120.


Autor(in):

Gretje Schreiber


Letzte Änderung am: 01.08.2014

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