Kartoffeldeich (Süderneuland I)

Ausgewählter Flurname:

Kartoffeldeich


Gemarkung:

Süderneuland I

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca. 1830),
Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Kartoffeldeich (Süderneuland I)


Erklärung des Flurnamens:

Zwischen 1593 bis 1596 wurden die Addinggaster Lande mit 229 Hektar neuem Land eingepoldert, die nördlich der Wurzeldeicher Straße zu beiden Seiten der Addinggaste liegen. Die südliche Grenze ist der Kartoffeldeich. Da dieser Deich seit der Anlage der westlich gelegenen Polder um die Wende des 18./19. Jahrhundert zu einem sogenannten "Schlafdeich" geworden ist, ist wohl an eine Nutzung als Kartoffelacker bzw. an die Lage inmitten von Kartoffelfeldern zu denken (1).

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Deich

Deich, Schutzdamm, Seedamm; "Diek, Deich auch in Namen für erhöhte, feste Wege in feuchtem Gelände."



Quellen:

(1) Remmers, Arend, Von Aaltukerei bis Zwischenmooren, Die Siedlungssnamen zwischen Dollart und Jade, Leer 2004, S. 120.
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 114; Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 1, S. 296


Autor(in):

Gretje Schreiber


Letzte Änderung am: 01.03.2009

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