Altenbürger Land (Süderneuland II)

Ausgewählter Flurname:

Altenbürger Land


Gemarkung:

Süderneuland II

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Altenbürger Land (Süderneuland II)


Erklärung des Flurnamens:

Die Altenbürgerlande, eine von vier Norder Gemeinweiden, liegen an der Grenze zwischen einem Moorgebiet und der Marsch. Erstmalig genannt werden sie im "Rechnungsbuch" der Gräfin Anna im Jahre 1542, als eine Abgabe von 5 Rhein. Gulden verbucht wurde, die die Pächter dieses Grundstückes an das gräfliche Haus zahlten. Die Aufsicht und Leitung dieser Gemeinweide lag in den Händen von zwei Vierten. Die Gesellschaft der Altenbürgerlande ist als Institution bis in die Gegenwart erhalten geblieben (1).

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Bürger

nnd. Börger; urspr. "Verteidiger einer Burg", später "Bewohner einer Stadt"



2. Land

mnd. lant, nnd. Land, "Land"; "Meint im allgemeinen Ackerland, nicht Grünland."



Quellen:

(1) Schreiber. Gretje, Norder Gemeinweiden im ausgehenden Mittelalter bis zur Neuzeit, in: Emder Jahrbuch für historische Landeskunde Ostfrieslands Jg. 2006 Bd. 86, S. 39 - 65
Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 1, S. 206; Duden „Etymologie“. Herkunftswörterbuch der deutschen Sprache, Mannheim 1989, S. 90
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 134


Autor(in):

Gretje Schreiber


Letzte Änderung am: 05.09.2011

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