Altendeichsfahrweg (Süderneuland II)

Ausgewählter Flurname:

Altendeichsfahrweg


Gemarkung:

Süderneuland II

Erfassungen:

Deutsche Grundkarte

Altendeichsfahrweg (Süderneuland II)


Erklärung des Flurnamens:

Der älteste Deich, auch Udo Focken Deich oder Alter Deich genannt, wurde von Udo von Norden, Sohn des Häuptlings Focko Ukena, 1425 gezogen. Der Alte Deich ging von Norden über das Leegmoor, am sogenannten Nadörst vorbei bis zum Kreutzweg, der nach dem "halben Mond" führte und dann nach Ostell und Marienhafe und war "seit undencklichen Jahren eine öffentliche Landstrasse". Einst war der Alte Deich ein alter Postweg, der teilweise auch die Grenze zwischen den beiden Gemeinweiden Altenbürgerland und Leegemoor bildete. Der Deich war in vier Portionen verteilt und zwar an die Gasthausarmen zu Norden, dem Leegemoor und an zwei Privatpersonen. Der Alte Deich musste als Gegenleistung von ihnen unterhalten werden. Durch den häufigen Gebrauch des Weges gab es viele Klagen und Beschwerden über den Zustand des Weges (1).

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Deich

Deich, Schutzdamm, Seedamm; "Diek, Deich auch in Namen für erhöhte, feste Wege in feuchtem Gelände."



Quellen:

(1) Schreiber. Gretje, Norder Gemeinweiden im ausgehenden Mittelalter bis zur Neuzeit, in: Emder Jahrbuch für historische Landeskunde Ostfrieslands Jg. 2006 Bd. 86, S. 39 - 65
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 114; Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 1, S. 296


Autor(in):

Gretje Schreiber


Letzte Änderung am: 05.09.2011

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