Kedelberger Land (Süderneuland II)

Ausgewählter Flurname:

Kedelberger Land


Gemarkung:

Süderneuland II

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Kedelberger Land (Süderneuland II)


Erklärung des Flurnamens:

Dieser Flurname scheint sprachlich verderbt zu sein. Es wird sich hier um die alten Ketelburger Lande handeln, die ehemals zur Ketelburg gehörten. "die Ketelborg" (1740) ist ein Hof, der in einer Geländesenke in Süderneuland II lag und zwischen 1740 bis 1755 abgebrochen wurde. Die "sogenannten Ketelburger - Lande" - 42 Diemat - werden 1740 als Stücklande verkauft. "Die Lande sind gute Lande und Halblande" (1).

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Ketel

nnd. Ketel, "Kessel"; "Metapher für "kesselförmige Vertiefung"", "Bezeichnung einer tiefliegenden Örtlichkeit: Wasserloch; Geländesenke"



2. Land

mnd. lant, nnd. Land, "Land"; "Meint im allgemeinen Ackerland, nicht Grünland."



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 130
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 134
(1) Schreiber, Gretje, Die Höfe in Süderneuland, in: Heim und Herd 23. April 2011, Beilage Ostfriesischer Kurier Nr. 6, S. 23 f.


Autor(in):

Gretje Schreiber


Letzte Änderung am: 05.09.2011

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