Großer Schloot (Stedesdorf)

Ausgewählter Flurname:

Großer Schloot


Gemarkung:

Stedesdorf

Erfassungen:

Lüpkes (ca. 1920)

Großer Schloot (Stedesdorf)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung: Gewässer an der Süd/Ostgrenze der Gemarkung.
Übersetzung/Bedeutung: Es handelt sich um einen geradlinigen Abschnitt
des Falstertiefs, das Grenzgewässer zwischen dem Amt Esens und dem
Amt Wittmund. Dieser Abschnitt wurde künstlich gegraben, um einen sehr
großen Meanderbogen des ursprünglich natürlichen Gewässerlaufes abzuschneiden. Dieser künstliche Wasserlauf wurde zur poliitischen Grenze, das weist darauf hin, dass diese Maßnahme bereits vor 1670 durchgeführt wurde.





Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Schloot

Sloot, Schlot mnd. slôt, m., n., „zwischen zwei Grundstücken gezogener Wassergraben; Entwässerungskanal, Abzugsgraben, Deichgraben an der Sohle des Deiches“; nnd. Sloot, „Graben zur Befriedigung [...] u. Abgrenzung von Ländereien u. auch zur Abwässerung derselben“



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 145


Autor(in):

Heinze, Axel und Herdes, Lies


Letzte Änderung am: 28.09.2017

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