Klunderbarg (Stedesdorf)

Ausgewählter Flurname:

Klunderbarg
( Clunderborg )

Gemarkung:

Stedesdorf

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte,
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Klunderbarg (Stedesdorf)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung: Warft am Ende des Sumpelwegs.
Übersetzung/Bedeutung: Diese Warft befindet sich am Übergang des
mittelalterlichen Sumpelweges in die Helsenwarfer Leide, eine Verbindung
von Stedesdorf in die Harlebucht. Bereits 1670 wird an dieser Stelle kein
Haus mehr gezeigt. Es handelt also um eine mittelalterliche Siedlung am
Handelsweg. Vermutlich hat hier ein Steinhaus gestanden.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Klunder

Bezeichnung für große Ziegelsteine (Klunters), die beim Bau eines Hauses Verwendung fanden



2. barg

mnd. berch, m., Berg (hier eine künstliche Warft in einer alten Marschenlandschaft)



Quellen:

Remmers, Arend: Von Aaltukerei bis Zwischenmooren, Leer 2004, S 131
Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 1, S. 240


Autor(in):

Heinze, Axel und Herdes, Lies


Letzte Änderung am: 20.03.2017

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