Koll Wolden (Stedesdorf)

Ausgewählter Flurname:

Koll Wolden


Gemarkung:

Stedesdorf

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Koll Wolden (Stedesdorf)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung: Flurbereich südlich von Stedesdorf, zwischen der Esenser
Straße und der Stuhlleide.
Übersetzung/Bedeutung: Es handelt sich um einen tiefliegenden küstenfernen Bereich der Alten Marsch, der durch anmoorige Böden gekennzeichnet ist. Die natürliche Wegetation war ein Erlenbruchwald und der Zusatz "Koll" weist auf die schlechte Bodenqualität hin.






Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Koll

mnd. kolt, nnd. kolt, koolt, „kalt“. – „Entweder konkret = „kaltgründig“ (von schwerem, lehmigen Boden) oder übertragen = „abgelegen, minderwertig, wertlos“, auch wohl „unbewirtschaftet, wüst“.“



2. Wolden

afries. wold(e), „feuchte, mit Gestrüpp bewachsene Niederung“; mnd. wolt, „Wald“



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 132
Remmers, Arend, Mittelalterliche Flurnamen in Ostfriesland, Online- Veröffentlichung, Aurich 2011, S. 2, 106; Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 5, S. 764


Autor(in):

Heinze, Axel und Herdes, Lies


Letzte Änderung am: 30.10.2017

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