Maare (Stedesdorf)

Ausgewählter Flurname:

Maare
( Moor, Meer )

Gemarkung:

Stedesdorf

Erfassungen:

Lüpkes (ca. 1920)

Maare (Stedesdorf)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung: Fächerförmige Flurstücke unmittelbar vor der Nordostecke
des Geestsporns.
Übersetzung/Bedeutung: Es handelt sich um die tiefliegende Alte Marsch
unmittelbar am Geestrand, die in der Regel durch Niedermoore gebildet
wurde. Bedingt durch ihre Tieflage standen diese Flächen im Winter immer
unter Wasser, während sie im Sommer als hofnahes Grünland genutzt
werden konnten. Die Flureinteilung weist darauf hin, dass jeder Hof auf dem
Geestrand seinen Anteil an diesen Stücken hatten.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Maare

mnd. mar, n., mare,, f., „Wassergraben, Abflußgraben (Ostfriesland)“; nnd. Mâr, Mare, „kleiner Fluss od. natürliche Wasserleitung, Abzugs-Graben, Grenz-Graben“



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 135


Autor(in):

Heinze, Axel und Herdes, Lies


Letzte Änderung am: 17.11.2017

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