Söbenackerskamp (Stedesdorf)

Ausgewählter Flurname:

Söbenackerskamp
( Sieben Äcker )

Gemarkung:

Stedesdorf

Erfassungen:

Deutsche Grundkarte,
Preußische Grundsteuervermessung (ca.1870)

Söbenackerskamp (Stedesdorf)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung: Flurstück an der Esenser Straße westlich des Dorfes.
Übersetzung/Bedeutung: Es handelt sich um ackerfähiges Geestland, der
Name leitet sich von der Größe her, da "Acker" ein altes Feldmaß ist.






Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Söben

nnd. söfen, söven, „sieben“



2. acker

Akker, mnd. acker, m., n., „Acker, Ackerland, beackertes Land, die gesamte Anbaufläche, das anbaufähige Land eines Besitzers, Ackerstück, Feldstück; auch als Feldmaß"; nnd. Acker, m., „Acker, bebautes Feld“, „Urspr. etwa = "Streifenparzelle, einzelne Parzelle in einem Gewann"; „häufig im Plural, dann in der Regel den ältesten Teil der Ackerflur signalisierend, die sog. Kernflur"



3. kamp

mnd. kamp, m., „Landstück, insbes. eingefriedigtes Stück Landes, Weide- oder Ackerland, auch gehegtes Waldstück, [...] im allg. als Privatbesitz, [...] Feldstück von bestimmter, doch nicht festgelegter Größe“; nnd. Kamp, m., „ein mit einer Hecke oder mit einem Graben eingehegtes Stück Land, gleich viel, ob es Ackerland, oder Wiese, oder Waldbestand ist“



Quellen:

Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 3, S. 254
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 108
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 129


Autor(in):

Heinze, Axel und Herdes, Lies


Letzte Änderung am: 11.12.2017

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