Steenhamm (Stedesdorf)

Ausgewählter Flurname:

Steenhamm
( Am Stedesdorfer Mehdeweg )

Gemarkung:

Stedesdorf

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Steenhamm (Stedesdorf)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung: Flurstück nordöstlich von Stedesdorf im Hammrich.
Übersetzung/Bedeutung: Es handelt sich bei der Fläche um tiefliegende
alte Marsch, in der von Natur aus keine Steine vorkommen. Eine frühere
Bebauung mit einem Steinhaus ist an dieser Stelle ausgeschlossen.
Der Name lässt sich deshalb nicht erklären.









Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Steen

mnd. stên, m., nnd. Steen, m., Stein. – Hinweis auf einen isoliert liegenden Einzelstein, Findling, auf ein (ehemaliges) Hünengrab, auf steiniges Gelände oder auf einen Steinbruch.



2. hamm

Altfries. Substantiv hem, ham, him m. durch Graben (und Deich) eingefriedigtes Marschland, Weide.



Quellen:

Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 4, S. 385; Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 147
Remmers, Arend, Mittelalterliche Flurnamen in Ostfriesland, Online- Veröffentlichung, Aurich 2011, S. 33


Autor(in):

Heinze, Axel und Herdes, Lies


Letzte Änderung am: 29.03.2017

Projektpartner