Stinkleide (Stedesdorf)

Ausgewählter Flurname:

Stinkleide


Gemarkung:

Stedesdorf

Erfassungen:

Preußische Grundsteuervermessung (ca.1870)

Stinkleide (Stedesdorf)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung: Gewässerlauf im Nordosten der Gemarkung.
Übersetzung/Bedeutung: Es handelt sich um das totlaufende Ende der
Helsenwarfener Leide, die im Mittelalter der Wasserweg nach Stedesdorf war. Da in dem Graben keine Strömung mehr herrscht, neigt er zu Verschlickung, was zur Faulgasbildung führt.




Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Leide

Leyde, Leidse, afries. letze, litz f., „Wasserlauf“, mnd. leidinge, ledinge, f., „Wasserleitung“; nnd. leide, „Leitung, Wasserleitung“



Quellen:

Remmers, Arend, Mittelalterliche Flurnamen in Ostfriesland, Online- Veröffentlichung, Aurich 2011, S. 58; Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 2, S. 658; Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 2, S. 489


Autor(in):

Heinze, Axel und Herdes, Lies


Letzte Änderung am: 18.12.2017

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